Freitag, 21. Januar 2022

Spaziergang an der Havel

Vom Schloss Glienicke zur Pfaueninsel

Auf diesem einstündigen Spaziergang an Havel und Wannsee bekommt man bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Glienicke an der gleichnamigen Brücke und das Schloss Pfaueninsel sowie weniger Bekanntes wie die St. Peter und Paul Kirche mit Ihrem russischen Zwiebelkopf zu Gesicht.

Tourbeschreibung

Glienicker Brücke

Ausgangspunkt für den Spaziergang ist die Glienicker Brücke. Sie verbindet Berlin und Potsdam und wurde so wie sie heute zu sehen ist als "vierte" Glienicker Brücke im Jahr 1907 dem Verkehr übergeben.

Schloss Glienecke

Nach überschreiten der Glienicker Brücke liegt linkerhand die namensgleiche Schlossanlage.

Maschinenhaus

Nach dem Besuch des Schlosses beginnt der Spaziergang direkt an der Uferpromenade, man folgt der Ausschilderung "Pfaueninsel" bzw. "Mauerweg". Zunächst passiert man die Orangerie und wenige Meter danach steht das Hofgärtner- und Maschinenhaus, welches von Ludwig Persius 1836 entworfen worden ist.


Heilandskirche

Der kombinierte Fuß- und Radweg verläuft direkt am Ufer der Havel. Bis zum Erreichen des Krughorns ergeben sich immer wieder schöne Ausblick auf das gegenüberliegende Ufer wo die Heilandskirche im Potsdamer Stadtteil Sacrow liegt.

Krughorn

Kurze Zeit später ist das Krughorn erreicht, ein idealer Aussichtspunkt: Auf dem gegenüberliegenden Ufer hat man wiederum einen Blick auf die Heilandskirche, links im Hintergrund zeichnet sich das auf dem Pfingstberg stehende Schloss Belvedere ab und ein Blick nach rechts zeigt uns die Pfaueninsel mit dem gleichnamigen Schloss.

Wannsee KrughornAnlegestelle Wassertaxi

Am Krughorn ist eine Anlegestelle des Potsdamer Wassertaxis.

Berlin Krughorn Schloss Pfaueninsel

Blick zur Pfaueninsel. Da das Schloss sich bei meiner Tour in Renovierung befand habe ich anschließend die Pfaueninsel nicht besucht.


Moorlake

In einer Bucht liegt das Wirtshaus Moorlake. Dieses stammt ebenfalls von Ludwig Persius und wurde als Schweizerhaus ursprünglich als Prinzliche Unterförsterei gebaut.

Wannsee Wegabzweig Nikolskoe

Kurz nach Moorlake habe ich den Uferweg verlassen und bin rechts den Pfad hinaufgegangen.

Blockhaus Nikoskoe

Das Blockhaus wurde nach russischem Vorbild 1819 errichtet. Ursprünglich ein Geschenk von Friedrich Wilhelm III an seine Tochter Charlotte in dem sich heute eine Gastwirtschaft befindet.

St. Peter und Paul

Vom Blockhaus ist das nächste Ziel bereits in Sichtweite: Die Kirche St. Peter und Paul steht zwischen Bäumen mit ihrer markanten russischen Zwiebelkuppel.


Fähranleger Pfaueninsel

Von St. Peter und Paul erfolgt ein kurzer Abstieg zurück an das Ufer der Havel. Am Fähranleger endet die Tour. Von hieraus kann man nun den Bus Richtung S-Bahn Wannsee nehmen oder durch den Forst zurück nach Glienecke wandern.

Da sich das Schloss Pfaueninsel in Renovierung befand habe ich keinen Abstecher auf die Insel unternommen. Ich habe aus diesem Grund die Tour Richtung Wannsee verlängert: Zunächst ein Stück weiter am Ufer, dann durch den Düppeler Forst und als letztes Ziel das Haus der Wanseekonferenz

Berlin Wannsee Blick Pfaueninsel

Ein letzter Blick auf die Pfaueninsel bevor der Weg rechts in den Düppeler Forst abzweigt.

Flensburger Löwe

Ein kurzes Stück vor der Wannsee Villa steht das Monument des Flensburger Löwen. Ein Zinkabguss der 1862 vom dänischen Bildhauer Herman Wilhelm Bissen erschaffen worden ist. Ein Denkmal für den Sieg königlich-dänischen Truppen über die Schleswig-Holsteiner in der Schlacht bei Idstedt.

Haus der Wannseekonferenz

In dieser Villa am Wannsee haben während einer Konferenz am 20. Januar 1942 die Nationalisten die "Endlösung" in der Judenfrage geplant und organisiert.

Hier endet auch die Erweiterung der Tour und man kann von hieraus mit dem Bus 114 zur S-Bahn-Station Wannsee fahren.

Meine Tourdetails auf outdooractive

Mit der Straßenbahn von Potsdam Hbf.

Vom Hauptbahnhof Potsdam verkehrt die Straßenbahnlinie 93 bis zur Endstation Glienicker Brücke.

Ist man innerhalb des Berliner Tarifgebietes AB unterwegs, so kann man den Bus 316 von der S-Bahn-Station Wannsee bis zur Endstation Schloss Glienicke nutzen.

Mit dem Bus vom Fähranleger Pfaueninsel

Vom Fähranleger zur S-Bahn-Station Wannsee fährt der Bus 218. Von Montag bis Freitag nur im Zwei-Stundentakt. Am Wochenende und Feiertags im Ein-Stundentakt.

Fazit

Ein eine technisch anspruchslose Tour mit vielen historischen Sehenswürdigen wie der Glienicker Brücke, dem Schloss Glienicke und dem Schloss Pfaueninsel.

Bei der Option die Tour zu verlängern kann man noch das Haus der Wannseekonferenz besuchen.

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© 2017-2022 Andreas Köhler · Letzte Aktualisierung am 28.04.2022

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